Armringe, Fibeln und Thorshammer in Kupfertönen, Schriftzug Welchen Schmuck trugen die Wikinger, Illustration

Welchen Schmuck trugen die Wikinger? Fibeln, Armringe, Perlen und Amulette

Zuletzt aktualisiert: 31. Oktober 2026 · Redaktion Die Wikinger Taverne · mit Quellenangaben

Das Wichtigste in Kürze

  • Frauen trugen vor allem zwei Schalenfibeln mit Perlenketten dazwischen, Männer vor allem Armringe und Ringfibeln am Mantel.
  • Beliebte Anhänger waren Thorshämmer, kleine Figuren und Münzen.
  • Die wichtigsten Materialien waren Silber, Bronze, Glas und Bernstein, Gold war selten.
  • Schmuck zeigte Rang und Reichtum, diente als Zahlungsmittel und oft als Schutzamulett.
  • Berühmte Funde wie der Goldschatz von Hiddensee zeigen die hohe Kunst der Goldschmiede.

Die Wikinger trugen viel und auffälligen Schmuck, Frauen wie Männer. Frauen befestigten ihr Kleid mit zwei großen ovalen Schalenfibeln, zwischen denen Ketten aus bunten Glas- und Bernsteinperlen hingen. Männer schlossen ihren Mantel mit einer Ringfibel und trugen Armringe aus Silber, die zugleich Vermögen und Zeichen der Treue waren. Dazu kamen Anhänger wie der Thorshammer, Fingerringe und verzierte Gürtel. Der Schmuck zeigte, wer man war, was man besaß und unter wessen Schutz man stand.

Inhalt: Schmuck der Frauen · Schmuck der Männer · Arm-, Hals- und Fingerringe · Anhänger und Amulette · Materialien · Gräber und Werkstätten · Kunststile · Berühmte Funde · Bedeutung · Faktencheck · Wikingerschmuck heute · FAQ

Welchen Schmuck trugen die Frauen?

Frauen der Wikingerzeit trugen vor allem zwei Schalenfibeln mit Perlenketten dazwischen, dazu eine dritte Fibel, Armringe und Anhänger. Hunderte Gräber zeigen, dass diese Ausstattung wohlhabender Frauen von Norwegen bis zu den britischen Inseln recht einheitlich war.

Perlenkette, Fingerringe und ein Armring mit Tierköpfen auf einem Fell
Perlen, Ringe und Armring, freie KI-Illustration.

Schalenfibeln

Das Kennzeichen der skandinavischen Frauentracht waren die Schalenfibeln (auch ovale Fibeln oder Schildkrötenfibeln genannt). Diese großen, gewölbten Spangen aus Bronze, oft vergoldet, saßen paarweise unterhalb der Schlüsselbeine. Sie hielten die Träger des Trägerrocks, eines ärmellosen Kleides, das über einem Unterkleid getragen wurde. Schalenfibeln wurden in großer Zahl gegossen und sind so typisch, dass Archäologen ein Frauengrab oft schon an ihnen erkennen.

Perlenketten

Zwischen den beiden Fibeln hingen eine oder mehrere Perlenketten. Die Perlen bestanden aus farbigem Glas, Bernstein, Bergkristall oder Karneol. In Handelsorten wie Ribe und Haithabu gab es eigene Perlenwerkstätten, die Glas einschmolzen, oft Bruchstücke älterer Gefäße und römische Mosaiksteine. Karneol und Bergkristall kamen über weite Handelswege aus dem Orient. Eine lange, bunte Perlenkette war ein deutliches Zeichen von Wohlstand.

Die dritte Fibel

Über dem Kleid trug die Frau oft einen Umhang oder Schal, der mit einer dritten Fibel geschlossen wurde. Dafür gab es verschiedene Formen: runde Scheibenfibeln, Kleeblattfibeln mit drei Blättern, die oft auf fränkische Schwertgurtbeschläge zurückgeführt werden, und gleicharmige Fibeln.

Weitere Schmuckstücke

Dazu kamen Armringe, Fingerringe, kleine Anhänger und an einer Kette oder einem Band befestigte Gebrauchsgegenstände: Schlüssel, Scheren, Nadelbehälter und Messer. Wie verbreitet Ohrringe waren, ist unsicher, in Beschreibungen der typischen Tracht tauchen sie nicht auf. Mehr über die Rolle der Frauen erfährst du in Wikinger Frauen.

Wer heute Ohrringe im nordischen Stil sucht, findet sie in unserer Kollektion Wikinger Ohrringe.

Welchen Schmuck trugen die Männer?

Männer trugen vor allem Armringe, Ringfibeln am Mantel und verzierte Gürtel, insgesamt weniger Stücke als Frauen, dafür oft besonders wertvolle.

Frau und Mann in Wikingerkleidung hinter mehreren großen Ringfibeln auf Stoff und Fell
Ringfibeln im Wikingerstil, freie KI-Illustration.

Ringfibeln und Mantelnadeln

Der Mantel eines Mannes wurde meist auf der rechten Schulter geschlossen, damit der Schwertarm frei blieb. Dafür verwendete man Ringfibeln: einen offenen oder geschlossenen Ring mit einer langen Nadel. Besonders prächtig sind die großen Silberfibeln aus Irland und Schottland, darunter die sogenannten Distelfibeln mit kugelförmigen Enden, die von irischen Vorbildern beeinflusst waren.

Gürtel

Ein Ledergurt mit verzierter Schnalle, Riemenzunge und Beschlägen gehörte zur Ausstattung eines wohlhabenden Mannes. Daran hingen ein Messer und ein Beutel aus Leder oder Stoff.

Armringe

Das wichtigste Schmuckstück der Männer war der Armring. Er war Lohn des Anführers für seine Gefolgsleute, Zeichen von Treue und Rang und zugleich Silbergeld, das man jederzeit am Körper trug. Mehr dazu liest du in Wikinger Armreif Bedeutung.

Welche Arm-, Hals- und Fingerringe gab es?

Es gab gedrehte und flache Armringe, massive Halsringe aus gedrehtem Silber und schlichte Fingerringe aus Silber, Bronze oder Gold.

Krieger mit goldfarbenen Armringen am Arm, daneben weitere Armringe, im Hintergrund ein Langschiff
Krieger mit Armringen, freie KI-Illustration.

Armringe

Armringe zählen zu den häufigsten Silberschmuckstücken der Wikingerzeit. Typische Formen waren gedrehte Ringe aus mehreren verdrillten Stäben, flache Bandringe mit eingeschlagenen Mustern und offene Ringe mit Tierkopfenden. In der Dichtung heißt ein freigebiger Fürst „Ringbrecher“ oder „Ringverteiler“, weil er Ringe an seine Krieger verschenkte. In isländischen Tempeln soll ein großer Eidring gelegen haben, auf den Schwüre geleistet wurden.

Die eindrucksvollste Form ist der gedrehte Armring mit Tierköpfen. Moderne Varianten greifen genau dieses Prinzip auf:

Wolf Armreif als gedrehter Torques aus Edelstahl

Wolf Armreif: gedrehter Torques zweifarbig, Edelstahl

Die gedrehte Form mit Wolfsköpfen.

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Halsringe

Wohlhabende Männer und Frauen trugen auch massive Halsringe aus gedrehtem Silber. Sie waren ein Wert, den man offen zur Schau trug. Viele Halsringe aus Schatzfunden wurden in Teile gehackt, was darauf hinweist, dass sie als Geld dienten.

Fingerringe

Fingerringe waren weniger verbreitet als Armringe, kommen aber regelmäßig vor: aus Silber, Bronze oder Gold, oft schlicht gedreht oder geflochten, manchmal mit Stempelmustern. Ein besonderer Fund ist ein Ring aus einem Frauengrab in Birka mit violettem Glasstein und einer arabischen Inschrift, die meist als „für Allah“ gelesen wird. Er belegt, wie weit die Kontakte der Wikinger reichten.

Welche Anhänger und Amulette trugen die Wikinger?

Am häufigsten trugen die Wikinger Thorshämmer, dazu Figurenanhänger, Miniaturwaffen, Münzen und später Kreuze. Viele dieser Stücke hatten wohl auch eine religiöse oder magische Bedeutung.

Anhänger mit Thorshammer, Valknut und anderen Symbolen auf einer Holztruhe
Anhänger im heutigen Stil, freie KI-Illustration.

Thorshämmer

Der bekannteste Anhänger ist der Thorshammer, Mjölnir. Rund 1000 Exemplare sind bekannt, die meisten aus Eisen oder Silber. Besonders viele stammen aus dem 10. Jahrhundert, als das Christentum sich ausbreitete. Vermutlich trugen Anhänger der alten Götter den Hammer bewusst als Gegenstück zum Kreuz. Berühmt ist eine Gussform aus Trendgården in Dänemark, in der ein Handwerker sowohl Thorshämmer als auch Kreuze gießen konnte.

Thors Hammer Kette aus Silber 925 mit Schädel

Thors Hammer Kette Silber 925: Anhänger mit Schädel

Der Thorshammer als Anhänger aus Silber 925.

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Weitere Amulette

  • Figurenanhänger: kleine Silberfiguren von Frauen mit Trinkhorn, oft als Walküren gedeutet, sowie Reiter, Tiere und Masken.
  • Miniaturwaffen und -werkzeuge: kleine Schilde, Speere oder Sensen aus Metall.
  • Münzanhänger: arabische, englische oder fränkische Münzen, durchbohrt und als Schmuck getragen.
  • Kreuze: mit der Christianisierung immer häufiger, oft im gleichen Stil wie heidnische Anhänger.
  • Tierzähne und Krallen: etwa Bärenzähne, vermutlich als Schutz- oder Kraftzeichen.

Viele Symbole, die heute als Wikinger-Amulette beliebt sind, stammen allerdings nicht aus der Wikingerzeit. Der Vegvisir und der Ægishjálmur sind erst aus späteren isländischen Handschriften bekannt. Belegt sind dagegen Thorshammer, Valknut auf Bildsteinen und viele Tiermotive. Eine Übersicht findest du in Wikinger Symbole und ihre Bedeutung.

Aus welchen Materialien bestand Wikingerschmuck?

Wikingerschmuck bestand vor allem aus Silber, Bronze, Glas und Bernstein, Gold blieb selten.

Material Herkunft Verwendung
Silber vor allem arabische Münzen (Dirham), Beute und Tribute Arm- und Halsringe, Anhänger, Fibeln
Gold selten, über Handel und Beute in den Norden gelangt Prunkschmuck der Oberschicht
Bronze Kupfer und Zinn, oft recycelt Schalenfibeln, Alltagsschmuck
Blei Verarbeitung vor Ort zum Beispiel ankerförmige Anhänger aus Haithabu
Glas eingeschmolzene Gefäße und Mosaiksteine Perlen
Bernstein Ostsee- und Nordseeküste Perlen, Anhänger, Spielsteine
Gagat (Jett) vor allem aus Whitby in England Armringe, Anhänger
Knochen und Geweih lokal Nadeln, Kämme, einfache Anhänger

Gold- und Silberschmiede beherrschten anspruchsvolle Techniken: Guss in Ton- oder Steinformen, Treiben, Punzen, Vergolden sowie Filigran und Granulation, bei denen feine Drähte und winzige Metallkügelchen aufgelötet wurden.

Was verraten Gräber und Werkstätten über den Schmuck?

Gräber und Schatzfunde zeigen vor allem die besten Stücke, Werkstätten und Siedlungsfunde dagegen den Alltag. Das verzerrt das Bild ein wenig: Ins Grab gab man oft die besten Stücke mit, und Schätze wurden von wohlhabenden Menschen vergraben. Im Alltag trugen viele Menschen schlichteren Schmuck aus Bronze oder Knochen, und arme Menschen und Unfreie besaßen wohl kaum Schmuck.

Siedlungsfunde ergänzen das Bild. In Werkstätten von Haithabu, Ribe oder Birka fanden Archäologen Gussformen, Tiegel, Glasreste und halbfertige Perlen. Sie zeigen, dass Schmuck in großen Mengen hergestellt und auf Märkten verkauft wurde. Gleichzeitig gab es spezialisierte Gold- und Silberschmiede, die für Fürsten einzelne Prunkstücke anfertigten. Auch verlorene Schmuckstücke auf Wegen und an Hafenkanten verraten, was die Menschen tatsächlich am Körper trugen.

Welche Kunststile prägten den Schmuck?

Sechs Stile prägten den Schmuck, vom Oseberg-Stil um 800 bis zum Urnes-Stil im späten 11. und frühen 12. Jahrhundert. Sie sind nach wichtigen Fundorten benannt und an ihren verschlungenen Tiermotiven zu erkennen:

  • Oseberg-Stil (um 800): sogenannte Greiftiere, die sich mit ihren Pfoten aneinander festhalten.
  • Borre-Stil (spätes 9. bis spätes 10. Jh.): Ringkettenmuster und kompakte Tierköpfe, sehr typisch für Fibeln.
  • Jelling-Stil (10. Jh.): schmale, S-förmig gewundene Tiere.
  • Mammen-Stil (um 970): kräftigere Tiere mit Pflanzenranken.
  • Ringerike-Stil (um 1000): Rankenwerk und Löwenmotive.
  • Urnes-Stil (zweite Hälfte des 11. und frühes 12. Jh.): elegante, schlanke Tiere in Achterschleifen, benannt nach der Stabkirche von Urnes.

Welche Schmuckfunde sind berühmt?

Zu den berühmtesten Funden zählen der Goldschatz von Hiddensee, der Spillings-Hort, der Cuerdale-Hort und die Gräber von Birka.

Der Goldschatz von Hiddensee

Einer der schönsten Schmuckfunde der Wikingerzeit stammt aus Deutschland. Zwischen 1872 und 1874 wurden bei Neuendorf auf der Ostseeinsel Hiddensee insgesamt 16 Teile aus Gold als Strandgut gefunden: eine große Scheibenfibel, ein geflochtener Halsring, vier Zwischenstücke und zehn kreuzförmige Anhänger, die Elemente von Kreuz, Thorshammer und Vogelkopf vereinen. Der Schmuck wird in die Zeit Harald Blauzahns im späten 10. Jahrhundert datiert und ist mit Filigran und Granulation verziert. Heute gehört er zur Sammlung des Stralsund Museums.

Der Spillings-Hort

Auf Gotland wurde 1999 einer der größten Silberschatzfunde der Wikingerzeit entdeckt: über 60 Kilogramm Silber, darunter Hunderte Armringe und Tausende Münzen.

Der Cuerdale-Hort

Am Ufer des Ribble in Lancashire kamen 1840 je nach Angabe 32 bis 40 Kilogramm Silber zutage: Münzen, Barren und zerhackter Schmuck, das sogenannte Hacksilber, mit dem nach Gewicht bezahlt wurde.

Die Gräber von Birka

In den über 1000 untersuchten Gräbern von Birka fanden Archäologen eine Fülle von Fibeln, Perlen, Anhängern und Seidenresten. Sie zeigen, wie international die Mode der Wikingerzeit war.

Warum war Schmuck für die Wikinger so wichtig?

Schmuck zeigte Rang und Reichtum, diente als Geld und Amulett und machte Treue und Herkunft sichtbar.

  • Rang und Reichtum: Schmuck zeigte auf einen Blick, wie wohlhabend und angesehen jemand war.
  • Geld: Silberschmuck konnte jederzeit zerhackt und gewogen werden.
  • Treue: Armringe banden Krieger an ihren Anführer, Ringe dienten bei Eiden.
  • Schutz: Amulette wie der Thorshammer sollten Unheil abwehren.
  • Identität: Die Tracht mit Schalenfibeln zeigte, dass eine Frau zur skandinavischen Kultur gehörte, auch weit weg von der Heimat.

Was stimmt über den Schmuck der Wikinger und was nicht?

Viele heutige Vorstellungen vom Wikingerschmuck passen nicht zu den Funden, manche aber durchaus.

Behauptung Stimmt das?
Wikinger trugen vor allem Gold Nein. Silber und Bronze waren viel häufiger, Gold blieb der Oberschicht vorbehalten.
Nur Frauen trugen Schmuck Nein. Auch Männer trugen Armringe, Fibeln und Anhänger.
Bartperlen sind historisch belegt Dafür gibt es bisher keinen sicheren Fund. Sie sind eine moderne Ergänzung.
Vegvisir und Ægishjálmur waren typische Amulette Nein. Beide sind erst aus späteren isländischen Handschriften bekannt.
Ohrringe waren überall üblich Das lässt sich nicht belegen. In Beschreibungen der typischen Tracht tauchen sie nicht auf.
Armringe dienten auch als Geld Ja. Hacksilber aus zerteilten Ringen wurde nach Gewicht verrechnet.

Wie sieht Wikingerschmuck heute aus?

Heutiger Wikingerschmuck greift alte Formen und Motive auf, besteht aber oft aus anderen Materialien. Edelstahl ist robust und alltagstauglich, 925er-Silber kommt dem wichtigsten Metall der Wikinger am nächsten. Bei den Motiven lohnt es sich zu wissen, was belegt ist und was eine moderne Deutung.

Stöbere in unseren Kollektionen Wikinger Schmuck aus 925 Silber, Wikinger Armreifen, Wikinger Halsketten und Wikinger Ringe. Für Bartperlen gibt es bisher keinen sicheren archäologischen Beleg. Sie gehören zum heutigen nordischen Look, du findest sie in der Kollektion Bartperlen. Mehr über Schmuck in den Mythen erfährst du in „Schmuck im nordischen Mythos“.

Häufige Fragen zum Schmuck der Wikinger

Welchen Schmuck trugen Wikinger-Frauen?

Typisch waren zwei ovale Schalenfibeln an den Trägern des Trägerrocks, dazwischen Ketten aus Glas- und Bernsteinperlen, außerdem eine dritte Fibel am Mantel, Armringe, Anhänger und manchmal Fingerringe.

Welchen Schmuck trugen Wikinger-Männer?

Männer trugen vor allem Armringe, Ringfibeln oder Nadeln zum Verschließen des Mantels, Anhänger wie Thorshämmer, verzierte Gürtelbeschläge und seltener Hals- und Fingerringe.

Aus welchem Material war Wikingerschmuck?

Aus Silber, seltener Gold, sowie aus Bronze, Blei, Eisen, Glas, Bernstein, Gagat, Knochen und Geweih. Silber war besonders beliebt, weil es zugleich als Zahlungsmittel diente.

Trugen Wikinger Ohrringe oder Bartperlen?

Wie verbreitet Ohrringe waren, ist unsicher, in Beschreibungen der typischen Tracht tauchen sie nicht auf. Für Bartperlen gibt es bisher keinen sicheren archäologischen Beleg, sie sind eine moderne Ergänzung zum nordischen Stil.

Diente Wikingerschmuck auch als Geld?

Ja. Silberne Arm- und Halsringe wurden bei Bedarf zerhackt und gewogen. Dieses Hacksilber findet sich etwa im Cuerdale-Hort aus Lancashire.

Was ist der Goldschatz von Hiddensee?

Ein Goldschatz aus dem späten 10. Jahrhundert, der im 19. Jahrhundert auf der Ostseeinsel Hiddensee gefunden wurde. Er besteht aus einer Scheibenfibel, einem Halsring und kunstvollen Anhängern und gehört heute zur Sammlung des Stralsund Museums.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Else Roesdahl: The Vikings. Penguin, 3. Auflage 2016.
  • James Graham-Campbell: Viking Art. Thames & Hudson, 2. Auflage 2021.
  • Holger Arbman: Birka I. Die Gräber. Stockholm, 1940 bis 1943.
  • Stralsund Museum: Der Hiddenseer Goldschmuck.
  • Hiddenseer Goldschmuck bei Wikipedia
  • Fibel bei Wikipedia

Weiterlesen: Wikinger Armreif Bedeutung · Wikinger Symbole und ihre Bedeutung · Wikinger Make-up

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